Bianca Lehmann fragte am 08.05.2017

Ich wüsste gerne, welche Liste sicherstellt, dass aus höheren Beiträgen auch höhere Renten resultieren und nur Einzahlende eine Rente erhalten. Außerdem wüsste ich gerne, wer sich dafür einsetzt alle Erwerbstätigen ins gleiche System einzahlen zu lassen, egal ob Beamte, Apotheker oder Angestellte. Vielen Dank im Voraus

Uwe Klemens antwortete

Hallo liebe Frau Lehmann,

Ihre Frage habe ich an unsere Kandidaten bei der Deutschen Rentenversicherung weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Klemens

Uwe Klemens antwortete

Die Höhe der Rente richtet sich nach den eingezahlten Beiträgen und deren Dauer. Beiträge werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze abgeführt. Sie beläuft sich in diesem Jahr auf 6.350 Euro in den alten und 5.700 Euro in den neuen Bundesländern (für die knappschaftliche Rentenversicherung gelten andere Grenzen); sie verändert sich infolge der Einkommensentwicklung. Mir ist nicht bekannt, dass Nichteinzahlende eine Rente aus den Beiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Zu Ihrer Frage bzgl. eines für alle geltenden Rentenversicherungssystems: Ver.di setzt sich für eine Erwerbstätigenversicherung ein, in der alle Erwerbstätigen versichert sind und Beiträge leisten (s. auch den Mail-Verkehr mit Christiane Tränkler und Eva Brunnemann in sozialversicherung.watch). Für Selbstständige, die in einem eigenen Versorgungswerk versichert sind, bedarf es allerdings mindestens langjährige Übergangsfristen. Insbesondere der massive Anstieg der prekären Selbstständigkeit benötigt eine unverzügliche Regelung. Ver.di erwartet, dass spätestens der im Herbst neu zu wählende Bundestag eine Lösung auf den Weg bringt. Ich hoffe, damit Ihre Fragen beantwortet zu haben und würde mich für Ihre Stimme bei der Sozialwahl sehr freuen.

Mit besten Grüßen.
Günter Ploß