Stefanie Schlick fragte am 09.05.2017

Es geht nicht um Herabsetzung der Qualifikation, sondern um Anerkennung der Psychotherapeutenausbildung auch bei anderen humanwissenschaftlichen Grundberufen als Medizin und Psychologie (s.Österreich). Die Anerkennung zum Psychotherapeuten erfolgt dreistufig: Studium-praktische Psychotherapieausbildung- Approbation. Die Psychotherapieausbildung ist die zweite Stufe nach dem Studium. Der Irrtum, dass ein Psychologiestudium zur Psycho t h e r a p i e befähige, ist weitverbreitet. http://www.anwalt.org/approbation/ sagt: "Als solche (Psychologen) werden Personen bezeichnet, die ein Psychologiestudium mit einem Diplom- oder Masterabschluss erfolgreich absolviert haben. Sie sind allerdings n i c h t für die Behandlung von Patienten ausgebildet. Die e i g e n t l i c h e Psychotherapieausbildung beträgt 3 Jahre.“ Um diese geht es. Die Tür zur abschließenden Approbation ist nur Medizinern und Psychologen offen, den anderen versperrt. Die staatliche Heilerlaubnis, der "HP Psychotherapie", steht wiederum auch nicht-psychotherapeutisch Ausgebildeten offen. Krankenkassen berufen sich darauf, doch sie könnten die psychotherapeutische Ausbildung bei akkreditierten Instituten zur Basis für die Zulassung machen. In Österreich z.B. sind mehr Quellberufe für die psychotherapeutische Versorgung verfügbar, auch mehr Therapiemethoden; in Deutschland haben 3 Verfahren das Monopol. https://www.psychotherapiepraxis.at/therapiemethoden.phtml Eine Interessenvertretung der Sozialkassen, die an einer guten psychotherapeutischen Versorgung Interesse hat, müsste m.E.genauer hinsehen, was sich hinter dem "Heilpraktiker Psych." verbirgt. Kaum einer der bedeutendsten Psychotherapeuten weltweit hätte mit der Unterstützung durch deutsche Krankenkassen rechnen können – nicht „seriös“: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bedeutender_Psychotherapeuten https://www.therapie.de/psyche/info/fragen/wichtigste-fragen/was-bezahlt-die-krankenkasse/

Uwe Klemens antwortete

Liebe Frau Schlick,

Ihre Beschreibung teilen wir, dem von Ihnen angesprochenen Irrtum mit den Psychologen sind wir nicht aufgesessen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Klemens